Drittes Trimester. 25. SSW – 41. SSW. #babystuff

Unser kleines Wunder ist nun schon einige Wochen auf der Welt. Den Blogpost hier zum letzten Drittel meiner Schwangerschaft fertig zu stellen geriet natürlich komplett in den Hintergrund. Die Stilldemenz hat mich eingeholt und zum Glück habe ich bereits während der Schwangerschaft immer Notizen gemacht. Ich könnte sonst unmöglich rekapitulieren, welche Ereignisse in welcher Woche waren. All meine Notizen zusammen gefasst könnt ihr hier heute lesen. Außerdem schmücken meine Lieblingsbilder von Instagram aus der Story und meinem Profil den Beitrag. Da sieht man auch sehr gut, wie der Bauch größer und größer wurde.

Monat 7 – Woche 25-28:

In diesem Monat wuchs unser Baby von der Größe einer Papaya auf die Größe einer Kokosnuss.

In der 25. SSW hatte ich 7 Kilo mehr auf der Waage und stattete dem Krankenhaus einen Besuch ab, weil ich dachte Fruchtwasser verloren zu haben. Doch es stellte sich heraus: ich werde bloß inkontinent. All diese Dinge, die einem vor der Schwangerschaft niemand sagt. Unser kleiner Kickboxer konnte nun gezielt in meine Blase treten. Ein Traum. Ich hatte nun irgendwie auch Sorge weiter weg zu fahren. Die Angst, etwas könnte unterwegs passieren war ziemlich präsent. Da der Winter bevor stand, lieh ich mir eine Umstandsjacke aus. In meine eigenen passte ich nun bald nicht mehr.

Wir sind ja nun keine Partygänger, doch in der 26. SSW besuchten wir die erste Party mit Baby im Bauch. Es ist schon seltsam, nicht mitzutrinken. Trotzdem habe ich beim Bierpong mitgespielt. Tischtennisbälle werfen geht schließlich auch mit Babybauch – und das Bier trinken kann ja jemand anders. Mir fiel außerdem wieder einmal auf, dass man sich zu schnell daran gewöhnt, die Schwangerschaft in Wochen zu benennen. „26 Wochen“ war nicht die Antwort auf die Frage, wie weit ich sei. „Kannst du mir das auch in Monaten ausrechnen?“ war dann direkt die patzige Frage. Naklar, 7. „Ach so weit schon?“ Meine Jogginghosen haben sich in dieser Woche übrigens auch von mir verabschiedet. Ich habe meinem Mann nun seine geklaut und mir neue bestellt. Der Bauchzwerg beginnt in dieser Woche wahnsinnig aktiv zu werden. Seine Tritte und Knuffe sieht man auch von außen. So haben auch meine Mama und meine Schwester ihn endlich spüren können.

In der 27. SSW hatten wir nun endlich eine Namenstendenz (Spoileralarm: der ist es dann auch geworden!). Beim Frauenarzt wurde mein Zuckerwert getestet – da war alles super. Dafür hatte ich einen Eisenmangel. Das ist aber ganz normal und kann mit Tabletten ausgeglichen werden.

Sodbrennen begonn in der 29. SSW. Was für eine Freude. Und zusätzlich fing ich mir eine fette Erkältung ein. Ich hütete mit Fieber das Bett und hatte echt große Sorge um mein Baby. Dabei war der weiterhin quietschfidel.

AA4

 

Monat 8 – Woche 29 – 32:

Zunächst war ich immer noch krank, doch ich erholte mich schnell. Das musste auch sein, denn ich hatte in der 29. SSW eine Prüfung zur Tagesmutter. Die bestand ich, mit fettem Schnupfen und dickem Babybauch. Inzwischen habe ich 10 Kilo mehr auf der Waage.

In der 30. SSW passierte nicht viel – ich ging zum Zahnarzt. Zahnfleischbluten in der Schwangerschaft ist übrigens ganz normal, wenn auch nervig. Es verschwindet aber direkt nach der Geburt wieder.

Meine beste Freundin hatte in der 31. SSW Geburtstag. Ihre Party war nun die zweite mit Babybauch. Ich merkte wieder einmal: das Trinken fehlt mir kein Stück. Es war trotzdem ein wunderschöner Abend. In dieser Woche stand außerdem das dritte große Ultraschall-Screening an. Endlich lag der Bauchzwerg nun mit dem Kopf nach unten.

In der 32. SSW startete der Geburtsvorbereitungskurs.

AA3

Monat 9 – Woche 33-36:

Der neunte Monat startete in der 33. SSW direkt mit Babybauchshootings. Einmal mit meinem Ehemann hinter der Kamera und einer meiner liebsten Freundinnen in einem Hotel mit sehr wenig an. Und einmal mit meinem Ehemann mit mir vor der Kamera und der lieben Anne Krämer hinter der Kamera draußen in Riddagshausen. (Separate Beitrage hierzu folgen!) Außerdem war meine Krankenhaustasche nun fertig gepackt. Man weiß ja nie. Ich packte sie aber noch hundert Mal um.

In der 34. SSW gab es wieder mal eine Party. Diesmal aber direkt mit allen nüchtern, denn es war meine Babyparty, die unsere Freunde für uns organisierten. Außerdem knackte ich die 15 Kilo zugenommen Marke – ups. Madame Tollpatsch setzte natürlich noch einen drauf, rannte mit dem Bauch voran gegen die Tür und verbrachte den Wochenwechsel im Krankenhaus. Dem Bauchzwerg ging es gut, aber sie wollten uns die Nacht lieber überwachen. Vielleicht wollten sie mich auch nur von Türen fernhalten?!

Es stand nun die Anmeldesprechstunde in meinem Wunschkrankenhaus an. Außerdem hatten wir in der 35. SSW die Stunde des Geburtsvorbereitungskurses mit Partner.

Die 36. SSW bedeutete: das Baby war kein Frühchen mehr. Theoretisch hätte er also gerne kommen können. Ist er natürlich nicht, wie wir jetzt wissen. In dieser Woche hatte ich das erste mal geburtsvorbereitende Akupunktur. Das hatte ich nun wöchentlich bis kurz vor der Geburt.

AA1
Monat 10 – Woche 37-41:

Huch, zehn Monate? Geht eine Schwangerschaft nicht nur neun? Das kommt ganz darauf an, wie man rechnet. Ich rechne auch mit zehn.

In der 37. SSW war Weihnachten. Das letzte Weihnachten zu zweit. Mein Bauch begann sich zu senken.

Die 38. SSW feierten wir Silvester, ich feierte 18 Kilo plus und hatte besonders Abends vermehrt Übungswehen. Außerdem verabschiedete sich langsam mein Schleimpropf. Wenn ihr nicht wisst, was das ist und hart im nehmen seid, dann googelt es.

Die 39. SSW war bei der Akupunktur auch der kleine Zeh mit an der Reihe, das soll Wehen fördern. Auf dem CTG waren auch immer schon einige zu sehen. Doch der Muttermund blieb geschlossen und der Kopf vom Bauchzwerg war zunächst abschiebbar. Das hieß im Fall eines Blasensprungs: hinlegen und Krankenwagen rufen. Meine persönliche Horrorvorstellung. Beim Frauenarzttermin bekamen wir das erste Mal ein Schätzgewicht: 3600 Gramm. Und 51 cm als Größe. Nun wissen wir: der Arzt lag fast richtig. Trotzdem waren mir die Schätzungen egal. In der Nacht wurde ich einmal gegen 6 von Wehen geweckt. Fast die Geburtsuhrzeit. Gruselig. Mein Bauchumfang maß 105 cm. Ich habe ihn nur das eine Mal gemessen. Ich trank Himbeerblättertee. Beim nächsten CTG Termin war der Kopf endlich fest im Becken (= beim Blasensprung können wir unser Auto nehmen) und es waren unheimlich viele sichtbare Wehen.

In der 40. SSW vermehrten sich die Wehen. Ich machte mich innerlich eigentlich bereit, dass es jederzeit losgehen könnte. Einen Tag vor dem errechneten Termin war das CTG jedoch wieder unauffällig. Doch die Herztöne waren alle sehr gut. Der Muttermund war nun weich und fingerkuppendurchlässig. Fruchtwasser hatte der Zwerg noch genug.

Der Beginn de 41. SSW ist der errechnete Termin. Ich war morgens noch beim Arzt zum CTG, da das Wochenende bevor stand. Ein paar Wehen waren zu sehen, aber nicht spektakuläres. Ich bekam für Montag noch einen Termin, doch mein Arzt rechnete nicht damit, mich wieder zu sehen. Am Abend begannen die Wehen. Pünktlich auf den Termin genau machte sich unser Baby also auf den Weg. Es dauerte die ganze Nacht* und schließlich am 20.1.18 um 06:28 Uhr hörten wir den ersten Schrei unseren kleinen Wunders. 3570 Gramm schwer, 52 cm groß, einen Kopfumfang von 36 cm und der süßeste kleine Spatz, den ich jemals gesehen habe.

AA2

*ein separater Bericht mit meinen Gedanken zur Geburt folgt noch – das würde hier den Rahmen sprengen

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s