Schnee im Frühling.

Im Frühling war ich mit der lieben Laura und Christian (demmi photography) und meinem Mann André (André Ruske Fotografie) am Oderteich im Harz, um zu fotografieren. Eigentlich dachten wir, dass das Wetter sicherlich sonnig wäre. Mit Schnee haben wir dann irgendwie nicht gerechnet. Doch die eisige Stimmung hat eine ganz besondere Atmosphäre geschaffen, die wir dann probiert haben einzufangen. Anders als sonst, seht ihr in diesem Blogpost nun also Bilder von zwei verschiedenen Fotografen.

Aufgrund meiner Schwangerschaft sind sehr viele Blogsposts liegen geblieben. Den Anspruch an mich selbst, dass ich nicht nur die Bilder veröffentliche, sondern sie auf jeden Fall mit Texten versehe, konnte und wollte ich nicht aufgeben. Doch irgendwann kommt man eben an einen Punkt, wo man merkt: Es klappt nicht mehr so wie vorher. Heute werde ich also darüber berichten, wie man damit fertig wird, dass nun nichts mehr planbar ist – eben genauso wie das Wetter an unserem Shootingtag.

Schon weit vor der Schwangerschaft bekommt man ja immer wieder aus allen Ecken gesagt: Hach, genieße es noch, ohne Kind zu sein. Du wirst nie wieder im Leben so spontan sein, wie jetzt. Doch ich konnte mich immer nur fragen: Bin ich denn spontan? Eigentlich kann ich die Frage mit einen klaren Nein beantworten. Ich bin wohl die unspontanste Person auf dieser Welt. Listen, Pläne, klare Termine – das ist genau das, was mich glücklich macht. In den vergangenen Wochen habe ich lernen müssen, dass es auch anders geht.

Wenn du auf einmal einen kleinen Menschen in dir trägst, der dich besonders die ersten Wochen verflucht oft zum Klo rennen lässt, dann lernst du eins: Der Tagesablauf lässt sich absolut gar nicht mehr planen. Und entgegen meiner Vermutung gestehe ich, so schlimm ist das gar nicht. Irgendwie gewöhnt man sich daran, dass man eben in jeder Sekunde auf sein Bauchgefühl hören muss. Man lernt, dass Verabredungen kurzfristig umgeplant werden müssen, und Pläne nicht immer so klappen, wie man sie schmiedet.

Sowieso: Mein Bauchgefühl ist meine Nummer 1. Denn das Bauchgefühl kommt eben von meinem Bauchbewohner. Von unserem kleinen Wunder. Und wenn er nicht Recht hat, wer dann? Während ich oft von Frauen lesen, die sich in der Schwangerschaft unwohl fühlen, weil sie plötzlich fremdbestimmt werden, so beginne ich das zunehmend zu genießen. Ich treffe Entscheidungen, die eine Tragweite haben, die riesig ist. So weit, dass einem manchmal ganz schwindlig wird, wenn man die Gedanken kreisen lässt, und sich plötzlich im Jahr 2025 befindet und das Kind ein Teenager wird. Ein Schritt nach dem anderen. Auch das lerne ich Tag für Tag.

In der Schwangerschaft habe ich auch gelernt, mich in Geduld zu üben. Ich bin sehr ungeduldig und wenn es nach mir gegangen wäre, so hätten wir jetzt schon den Kinderwagen, das Bett, den Autositz und am liebsten auch das Kind sicher angekommen in unserem Haus. Doch 9 Monate sind eine lange Zeit, in der man sich in Ruhe auf alles kommende einstellen kann. Eine Zeit, in der man lernt, auch mal inne zu zuhalten Einfach durchzuatmen und nicht weiter als bis zur nächsten Mahlzeit zu denken.

Ich spüre keine Unruhe, nur innerliche Vorfreude. Und von Woche zu Woche werde ich gelassener und entspannter. Ich nehme die Dinge wie sie kommen. Denn ob Schnee oder Sonnenschein – am Ende entsteht eben das, was du draus machst.

 

Fotografen:

Die oberen 5 Bilder: Demmi Photography (besucht ihn doch mal bei Facebook oder auf seiner Homepage)

die unteren 4 Bilder: André Ruske Fotografie (freut sich ebenfalls über einen Besuch bei Facebook oder auf seiner Homepage)

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3 Gedanken zu “Schnee im Frühling.

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