An einem Sonntag, an dem wir sonst nicht viel zutun hatten, habe ich mich in meinem Ankleidezimmer an den Schminktisch gesetzt und mich einfach drauf los geschminkt. Ich wollte gerne mal etwas anderes probieren. Etwas, was von meinem üblichen Make-Up abweicht. Etwas, wo viele vielleicht sagen: Ohgott, was hat sie denn getan. Danach habe ich probiert davon Fotos zu machen, doch ich konnte nicht die Stimmung erschaffen, die ich brauchte. Also habe ich meinen Ehemann gefragt, und er hatte direkt die Idee mit der Fensterscheibe. Tadaaa, hier sind die Ergebnisse und die Erklärung, wieso ich einfach mal anders aussehen wollte.


Schminke NYX

Früher, als ich 14 war, da sah ich fast jeden Tag anders aus. Meine Haare hatten die wildesten Farben und Haarschnitte, meine Klamotten waren oft bunt, zerrissen, nicht passend. Das Schöne war: Es war mir sowas von egal. „Für immer Punkt ein Leben lang.“ zierte mein T-Shirt und unser Lebensmotto. Nahezu alle Leute von früher sind nun nicht mehr wild. In unseren Herzen sicherlich, und klar, meine Tattoos sind für viele vielleicht ein Indiz für „die traut sich was“, doch mein Kleiderschrank und meine Haare sind erstaunlich normal geworden. Das stört mich auch gar nicht, nein, ich genieße es. Und trotzdem hatte ich Lust mal wieder „mutig“ zu sein, mein gewöhnliches Make-Up liegen zu lassen, und etwas auszuprobieren. Doch keine Sorge, dass hier wird nun kein Beauty-Blogpost.

Worauf ich hinaus möchte ist so simpel, dass ich ausholen muss, um mehr als eine Zeile damit zu füllen. Wir alle haben wohl Momente im Leben, wo wir uns fragen: Sollte ich mir die Haare mal wieder färben? Traue ich mich, diese Hose zu tragen? Ist der Lippenstift nicht etwas too much? Wenn du diese Momente nie hast, dann Glückwunsch! Doch ich denke viele können das nachvollziehen. Dabei geht es nichtmal darum, was andere denken könnten. Das ist mir tatsächlich egal. Es geht darum: Was könnte ICH denken, wenn ich mich so sehe? Vielleicht gefällt es mir, und ich trage nun nur noch dunkle Lippen, vielleicht hasse ich es, und bekomme nun Selbstzweifel. weil ich merke, ich kann nicht alles tragen. Natürlich stelle ich das gerade etwas überspitzt da. Doch wie oft haben wir im Leben Momente, in denen wir uns fragen: Sind wir gut so wie wir sind?

Nur wer die Frage zu oft mit „Nein“ beantwortet, der sollte wohl an sich arbeiten. Wer die Frage mit „Nein“ beantwortet sollte sich wohl fragen: Was kann ich tun, damit ich mich gut genug fühle? Horcht in euch hinein, traut euch was, seid kreativ und mutig, denn genau so werdet ihr letztlich zu der besten Version von euch selbst – und eure Suche kann aufhören.

 

Gedehnte Ohren Makeup

Fotograf: mein talentierte Mann André Ruske. Schaut unbedingt auf seiner Homepage und bei Facebook vorbei, um euch seine anderen Kunstwerke anzuschauen.

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