Declutter your Life. #3

Nach dem Umzug ist vor dem Umzug.

Wenn man dachte, man hat vor dem Umzug schon stark ausgemistet, so wird man beim Auspacken der Kartons eines besseren gelehrt. Ohh, da sind so viele Gegenstände, wo man keinen festen Platz für findet, und die irgendwie dann doch auf dem Dachboden landen. Deswegen gehe ich mit dem Minimalism Game nun in die nächste Runde. Was wird ausgemistet? Der Dachboden hier. Es finden sich einige Schätze, da ich bereits seit meiner Jugend hier bei meinen Großeltern alte Spielsachen und Erinnerungsstücke verstaute. Ich möchte, dass der Dachboden übersichtlich ist und kein Chaos an „Könnte-ich-noch-gebrauchen“ und „Hab-ich-mal-gemocht“. Parallel dazu miste ich nochmal in „meinem“ Zimmer aus. Wir haben beide ein eigenes Zimmer, was an sich eine super Sache ist, weil unser Kram dann nicht im Wohn- und Schlafzimmer rumfliegt. Was mir dadurch jedoch deutlich geworden ist? Ich habe so viel Scheiß. Immernoch.

Ende Januar

Da sitze ich nun also zum wiederholten Male inmitten meines Chaos, es ist Ende Januar, und frage mich: Wie kann ein Mensch nur so viel besitzen? Zugegebenermaßen dachte ich vor dem Umzug, dass es im Haus sicher gar nicht so zu Gewicht fällt, wie viel Dinge ich besitze, haben wir nun schließlich doppelt so viel Wohnfläche plus Dachboden plus Keller. Doch während ich mein geordnetes Chaos in der Wohnung sogar gemütlich fand, stört mich hier so ziemlich alles, was ohne festen Platz in der Gegend rumfliegt. Wie kann das nur sein? Ich vermute, dass ich in den letzten Monaten gemerkt habe, welche Dinge ich eigentlich wirklich brauche, und was nur „aus Prinzip“ aufgehoben wird. Jetzt muss eine Ordnung in das Chaos. Der Dachboden ist komplett vollgestellt und definitiv meine zweite Baustelle. Doch bevor ich mich um den Dachboden kümmere, muss mein eigenes Zimmer ausgemistet werden. Minimalismus Game 2.0? Nein, ich denke, dass ich diesmal radikaler vorgehen werde. Das muss wohl sein, wenn ich nicht das nächste halbe Jahr mit ausmisten verbringen möchte, sondern das ganz relativ zeitnahe abgeschlossen haben will. Eine Vorgehensweise habe ich noch nicht, doch ich denke, ich werde ein wenig angelehnt an Marie Kondo alle Dinge in die Mitte des Raumes legen, so dass meine Regale leer sind und dann auch nur zurück in die Regale tun, was ich a) wirklich brauche oder b) sehr sehr gern hab. Erinnerungsstücke dürfen natürlich bleiben, gut verstaut auf dem Dachboden. Wie ich dort alles sortieren möchte, weiß ich auch noch nicht so genau. Vermutlich wird es aber auf unterschiedliche Kategorien hinauslaufen: Spielsachen, Erinnerungsstücke, so Dinge wie Geschenkpapier oder saisonale Dinge. Alles andere wird fliegen (müssen). In meiner Familie heben wir immer alles auf. Und das ist an sich ja auch gar nicht so verkehrt, doch wenn einen die Dinge zu erdrücken scheinen, dann muss man einen Schlussstrich ziehen.

Ende April

Drei Monate später, Ende April. Gut Ding‘ will Weile haben – oder wie heißt es so schön? Doch endlich bin ich fertig! Mein Zimmer ist ordentlich, die meisten Dinge aussortiert. Auf dem Dachboden fehlt noch ein bisschen die Ordnung, doch ausgemistet habe ich auch da. Mein nächstes Ziel für den Dachboden sind beschriftete Kisten, so dass man wirklich alles sofort und fix findet. Außerdem habe ich einige Flohmarktkisten, die im Laufe des Sommers dann unter die Leute gebracht werden sollen. Doch für mich war sowieso mein Zimmer das Wichtigste. Ich sitze nun sogar hier am Schreibtisch, und kann schreiben, weil mich die Unordnung hier nicht mehr ablenkt. Ich bin nach Marie Kondo vorgegangen, habe alle Regale leer geräumt und nach und nach wieder eingeräumt, wobei bestimmt 40% aller Dinge aus diesem Raum geflogen sind. Endlich kann ich hier atmen!

Ich kann nur jedem, der sich in seinen eigenen vier Wänden eingeengt fühlt, dasselbe zu tun: Es ist euer Wohnraum, ihr könnt ihn gestalten wie ihr euch am Wohlsten fühlt. Ein paar Pflanzen noch auf die Fensterbänke, Bilder an die Wände, und schon ist alles perfekt gemütlich. Ein paar Impressionen aus meinem Zimmer findet ihr hier:

Fensterbank Pflanzen

Meine Fensterbank. (Unsere Nachbarhäuser habe ich aus Privatsphäre gründen mal ausgeblendet. :D)

 

DIY Wandbild

Zwei DIY-Paintings und meine Magnetwand. Ich bekomme direkt Lust mal wieder die Acrylfarbe in die Hand zu nehmen.

Goethes Werke

Meine geliebte Sammlung von Goethes Werken & Rilke!

Schallplatten Einrichtung

Im Vordergrund: meine Schallplatten. Im Hintergrund: Einige Bücher.

Deckenlampe Interior

Meine Deckenlampe von Mömax.

Notizbuch odernichtoderdoch

Der Gedankensammler von odernichtoderdoch.de

Ausmisten Umzugskartons Dachboden

Hier finden sich Sachen,die noch auf den Dachboden müssen, sobald dieser aufgeräumt ist, oder für die ich noch keinen geeigneten Platz habe.

Gefällt euch die Reihe? Was könnte ich besser machen? Welche Bereiche aus dem Minimalismus und dem Decluttern interessieren euch noch? Schreibt es mir gerne in die Kommentare! 🙂

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5 Gedanken zu “Declutter your Life. #3

    • Dankeschön! 🙂 Das freut mich sehr zu lesen! Ich habe mir direkt notiert, dass mein nächster Declutter-Beitrag dann genau das behandelt: Wie behält man die ausgemistete Ordnung bei. 🙂 Ich würde mich freuen, wenn du ihn dann liest. 🙂 Liebe Grüße!

  1. > Nach dem Umzug ist vor dem Umzug.

    Jetzt bekomme ich Angst. Vor unserem letzten Umzug ende 2015 wohnten wir 23 Jahre in derselben Wohnung, und es sammelte sich tatsächlich so dieses und jenes an, was weder stilistisch noch oft allein vom Platz her wieder unterzubringen ist …
    Nicht schon wieder 😉

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