Von Reflexionen und Selbsterkenntnissen.

Ich hatte vor inzwischen eiiiinigen Wochen Besuch von der lieben Pixadora Fotografie. Gemeinsam wollten wir Bilder entstehen lassen, die u.A. mit Hilfe von Reflexionen meine Geschichte über Selbsterkenntnisse und Selbstreflexion unterstreichen, die ich euch heute erzählen möchte. Das Shooting hat so wahnsinnig viel Spaß gemacht und die Atmosphäre war so unendlich entspannt, dass es mir eine Freude ist, euch die Ergebnisse zu zeigen – denn sie zeigen mich, wirklich mich!

„Sich selbst lieben“ – drei kleine Worte mit einer riesengroßen Bedeutung. Eine Bedeutung, über dessen Auswirkung sich die wenigsten Menschen Gedanken machen. Bist du mit dir selbst zufrieden? Wir leben in einem Jahrhundert, in dem Selbstliebe gepredigt wird, doch Medien und oft sogar das Umfeld dich möglichst klein halten. Bist du selbstbewusst, dann heißt das oft, du bist eingebildet. Hast du kaum sichtbare Unsicherheiten, dann überspielst du nur was. Bei einer Person, die nach außen so vollkommen „mit sich im Reinen“ wirkt, fragen sich alle nur: Welches Geheimnis hat sie? Wo liegen ihre Leichen begraben? Und: Die tut doch nur so! Dabei sollten wir uns fragen: Wir kann ich auch so werden? Wie kann ich meine Unsicherheiten loswerden und mir glücklich sein?

Selbstreflexion ist etwas, was wir ungerne betreiben, denn eine logische Folge davon ist es meist, sich einzugestehen, dass man nicht perfekt ist, dass man Fehler hat, und diese Fehler entweder annimmt und sich trotz oder gerade wegen dieser Fehler lieben lernt, oder dass man die Fehler irgendwie „loswerden“ muss. Ich rede dabei nicht von Äußerlichkeiten, sondern vom Charakter. Von Eigenheiten, von Macken, von Verhaltensweisen, die man vielleicht gar nicht haben möchte, die einen eventuell irgendwie stören.

Im Geäst von Erwartungen, welche die Gesellschaft an dich hat, versuchst du dich zurecht zu finden und für dich herauszufinden: Wie will ich eigentlich sein? Doch vielleicht ist genau das auch der falsche Ansatz. Wie will ich sein? Das setzt voraus, als müsste man sich komplett wenden, verbiegen und am Ende wäre man kein bisschen mehr man selbst. Ich frage mich lieber: Wie bin ich, wie bin in tief in meinem Inneren und wie kann ich mein Ich optimieren? Wie werde ich nach außen so, wie ich mich an guten Tagen fühle?

Manchmal hat man auch mit den falschen Menschen zutun. Menschen, die man zwar gerne hat, die aber eigentlich pures Gift für dich sind. Manche Freundschaften oder Bekanntschaften sind für bestimmte Zeiten in deinem Leben perfekt. Man braucht sich gegenseitig – doch irgendwann kann der Moment kommen, in dem sich alles falsch anfühlt. Doch die besten Menschen, sind die, die immer bleiben: Sie sind plötzlich in deinem Leben, durchleben mit dir Höhen und Tiefen, und gehen einfach nicht. Man ruft sich nachts an, weil man reden möchte. Niemand erwartet, dass der andere „schon merken wird was los ist“, nein, man spricht miteinander. Umgebe dich mit Menschen, die dich sein lassen, wie du bist, die dir verzeihen können, dass du bist, wie du bist.

Früher dachte ich oft, es liegt an mir und ich kann gar keine sozialen Kontakte pflegen. Ich war sicher, dass ich schlecht darin sei. Doch ich wusste nicht, dass ich einfach nur die falschen Leute um mich hatte. Zugegebenermaßen bin ich sozial auch ein wenig verkrüppelt. Freundschaften knüpfen fiel mir nie leicht, ich bin introvertiert und unsicher. Doch mit den richtigen Menschen, stellen sich all die Fragen nach „Wie benehme ich mich am Besten?“ gar nicht. Man benimmt sich, wie man sich fühlt und es ist richtig. Und wenn man sich in einem Umfeld wiederfindet, indem es sich einfach richtig anfühlt, dann hat man alles richtig gemacht.

Das Wichtigste, was ich im und vom Leben gelernt habe ist, dass man oft viel gelassener mit Dingen umgehen muss. Wenn mich etwas emotional berührt, dann bin ich oft direkt auf 180. Das ist einfach nicht gesund. Ich habe gelernt, mehr Vertrauen in mich und meine Umgebung zu haben. Mich fallen zu lassen. Fallen kann man lernen. Der Sturz ist plötzlich gar nicht mehr so tief. Die Wunden an den Knien plötzlich viel weniger blutig. Das Herz tut nicht mehr so weh. Wir müssen uns trauen, unser Spiegelbild anzuschauen, wirklich anzuschauen und am Ende des Tages damit umgehen lernen, womit wir unzufrieden sind.

Dieses Grundvertrauen kam jedoch nicht von ungefähr. Ich habe es eigentlich schon immer von Zuhause mitbekommen. Meine Eltern lieben mich egal was ist. Sie haben immer an mich geglaubt und Vertrauen in mich und meine – teilweise wirklich dubiosen – Entscheidungen gehabt. Sie standen hinter mir und haben mich aufgefangen. Sie haben mir immer, immer, immer in den letzten 25 Jahren gezeigt, dass ich wertvoll bin, wie ich bin, und dass ich mich für niemanden verbiegen muss. Ein Teenager will das nicht hören, doch man speichert es ab. Nun kann ich all die guten Ratschläge abrufen. Und falls ich mal einen neuen Ratschlag brauche, so kann ich mich zu jeder Tageszeit bei ihnen melden. Ich bin so wahnsinnig dankbar, dass wir eine so tolle Beziehung haben, weil ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist. Ich liebe meine wundervollen Eltern, sie sind meine Superhelden. Und ihre Superkraft ist es, dass ich Selbstreflexion betreiben kann.

Wenn ich also merke, meine Gedanken über mich selbst werden zu düster, zu fies, zu ungerecht – dann versuche ich all die positiven Dinge, die ich bereits geschafft habe, hervorzukramen. Ich überlege mir, welche Eigenschaften ich an mir mag und gebe vor mir zu, welche ich nicht leiden kann. Dann entwickel ich einen Plan, wie ich diese negativen Eigenschaften zu positiven formen kann. Wie kann ich es schaffen, dass ich mich bedingungslos liebe, so wie meine Eltern oder mein Mann es tun? Es klingt vielleicht bescheuert, aber ich bitte euch, wenn ihr mit dem Lesen fertig seid: Stellt euch eine einzige Frage: Was mag ich an mir? Und denkt jedesmal daran, wenn ihr auch nur einen Moment an euch zweifelt. Wir alle können Selbstsicherheit und Zufriedenheit ausstrahlen und leben – wir müssen uns nur den Quellen dessen bewusst werden.

 

Fotografin: Pixadora Fotografie. Schaut unbedingt auf ihrer Facebookseite für mehr Bilder vorbei! Sie zaubert ganz Wunderbares mit ihrer Kamera.

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2 Gedanken zu “Von Reflexionen und Selbsterkenntnissen.

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