Ich habe im November mir selbst die Herausforderung gestellt, weniger Serien zu gucken. Da mir das Lesen sehr gefehlt hat wollte ich gerne mehr lesen, statt Serien zu schauen. Über vier Monate sind nun vergangen. Was habe ich daraus gelernt? Wie ist es gelaufen? Lest alles heute hier:

Diese Regeln hatte ich mir gestellt:


  1. Es ist egal, ob man das Buch schon kennt oder ob man sich ein neues Buch kauft.
  2. Jeden Tag dokumentiert man, wie viel man gelesen hat.
  3. Pro Tag darf man maximal eine Folge einer Serie schauen. Als Ausnahme gilt, wenn man mit dem Partner zusammen z.B. beim Essen etwas guckt oder beim Putzen. (Ja, ich gucke beim Küche aufräumen auf dem Kindle Serien…) Denn in beiden Situationen könnte man nicht alternativ lesen. Dabei muss man sich selbst vertrauen, dass man nun nicht plötzlich vermehrt putzt, um Serien zu gucken. 😀

Natürlich habe ich nicht dokumentiert, wie viel ich gelesen habe – und ich habe auch nicht jedes Mal gelesen, wenn ich sonst eine Serie angemacht hätte. Das hat einen Grund, über dessen Erkennen ich sehr froh bin. Serien waren bei mir gar nicht unbedingt an, um sie primär zu schauen, meistens habe ich etwas nebenher gemacht: Sei es der Blog, sei es schreiben, sei es aufräumen, sei es kochen, usw. Dadurch gab es deutlich weniger Situationen, in denen ich lesen konnte statt eine Serie zu schauen, da man für das Lesen ja 100% Aufmerksamkeit braucht. Serien liefen bei mir meistens als Geplänkel nebenher. Mit dieser Erkenntnis veränderte sich für mich die Challenge wirklich immens!

Ich habe deutlich weniger gelesen in den letzten Monaten, wie ich gehofft hatte. In meiner Vorstellung las ich soooo viel – statt Serien zu gucken. Der Fokus meiner Challenge war nun plötzlich ein anderer: sich auf nur eine Sache zu konzentrieren. Ich machte keine Serie mehr an, wenn ich schrieb, aufräumte oder kochte, sondern versuchte mich vermehrt nur auf eine Tätigkeit gleichzeitig zu konzentrieren. Mich beschlich nämlich mehr und mehr das Gefühl, dass meine Konzentration eben durch dieses ganze Mediengewusel (TV an, Tablet an, Youtube auf dem Handy an,…) enorm litt.

Das Fazit fällt also nun ganz anders aus als erwartet: Statt der Fernbedienung ein Buch in die Hand zu nehmen war in den wenigsten Fällen möglich. Ich habe definitiv wieder mehr gelesen und der Fernseher blieb auch öfter aus. Die wichtigste Erkenntnis der letzten Monate bleibt jedoch folgende: Zukünftig werde ich probieren noch weniger Serien zu schauen, weniger Youtube zu gucken, weniger fixiert auf Medien zu sein – sondern mehr zu lesen, im Garten zu arbeiten und mich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Ich möchte wieder konzentrierter bei einer Sache sein können, ohne mit meinem Kopf bei hundert weiteren Dingen zu sein. Wie das so klappt, darüber werde ich euch sicherlich auf dem Laufenden halten.

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