Teil 12 meiner Reihe #weddingstuff.❤ Heiraten ist spannend. Immer. Denn in den meisten Fällen tun wir es zum ersten und auch einzigen Mal. Dieser besondere Tag wird monatelang bis ins kleinste Detail geplant. Dabei gibt es so viele Komponente, die mit hinein spielen, dass der Tag perfekt wird. Meine Erfahrungen möchte ich gerne mit zukünftigen Bräuten (und anderen Interessierten) teilen.

Heute: Hochzeitsbräuche.

Eine der häufigsten Fragen, die im Gespräch mit Freunden über eine Hochzeit so auftaucht, ist die nach den Bräuchen und welche man denn „mitmachen“ möchte. Für diesen Beitrag habe ich nun auch nochmal gegoogelt, um euch eben nicht nur zu erzählen, welche Bräuche wir gerne durchgeführt haben, sondern auch, welche wir ausgelassen haben und warum. Da es wirklich super viele Bräuche gibt, habe ich die – hoffentlich – wichtigsten herausgesucht. Es sind trotzdem noch ziemlich viele.

Vom Vater zum „Altar“ gebracht werden.

Während dieser Brauch oft als veraltet abgewertet wird, weil er eine „Besitzübergabe“ darstellt, so finde ich ihn wunderschön. Mein Papa ist der wichtigste Mann in meinem Leben gewesen, bis André auf der Bildfläche erschien. Dass wir seinen Segen haben, ist für mich einfach super wichtig. Darum war es für mich eine schöne Geste diesen Weg zur Eheschließung mit ihm zu gehen.

tg_20160528_0248

Mit Reis beworfen werden.

Das wollten wir nicht. Auch wenn es bei den meisten Standesämtern ohnehin verboten ist. Ich hätte die Vorstellung irgendwie schräg gefunden, mit einem Nahrungsmittel beworfen zu werfen, während irgendwo anders Menschen hungern.

Tauben fliegen lassen.

Diesem Brauch kann ich persönlich nichts abgewinnen, da ich mir nicht vorstellen kann, dass die Tauben das so toll finden in einem kleinen Käfig zu sitzen, bis sie dann „frei gelassen“ werden.

Brot, Salz und Wasser.

Dieser Brauch wurde bei uns von der Standesamt-Location durchgeführt. Wir mussten Brot mit Salz essen, mit Wasser nachspülen und das Wasserglas anschließend wegwerfen (und zur Hölle, niemand hat geguckt, ob da wer geht – gefährlich, gefährlich. :D). Wir fanden das auf jeden Fall super witzig!

tg_20160528_0432

Das gemeinsame Anschneiden der Hochzeitstorte.

Ein Klassiker, den wir uns nicht nehmen lassen wollten. Und dazu der Kampf darum, wer die Hand oben haben darf und damit angeblich die Hosen in der Ehe anhat. Allerdings beließen wir es auch dabei ein Stück anzuschneiden, da wir nicht sehr talentiert darin sind.

tg_20160528_0736

Something old, something new, something borrowed, something blue.

Ein Parfüm, welches ich schon viele Jahre besitze. Mein Hochzeitskleid. Ein Ring meiner Mama. Meine Schuhe. So habe ich auch diesen Brauch wunderbar umgesetzt. Das Parfüm erinnert mich nun immer an den Hochzeitstag. Den Ring hat meine Mama nachdem ich ihn ihr natürlich zurückgegeben habe nach der Hochzeit (;D) verkleinern lassen und nun ist er doch in meinem Besitz. Die Schuhe habe ich mit einer lieben Freundin in Hamburg gekauft.

oldnewborrowedblue

Polterabend.

Ich glaube ein Polterabend macht dann Sinn, wenn man im kleinen Kreis heiraten will, doch zum Beispiel auf dem Dorf wohnt und viele Bekannte hat, die in irgendeiner Form mit einem die Ehe vorfeiern wollen. Für uns stand ein Polterabend nie zur Debatte.

Die Braut trägt weiß.

Jaja, weiß tragen darf man nur, wenn man ganz rein und unschuldig und überhaupt ist. Für mich ist weiß einfach eine schöne traditionelle Hochzeitskleid-Farbe, auch wenn es inzwischen wirklich wunderschöne bunte Hochzeitskleider gibt. Doch für mich sollte sich das Hochzeitskleid von allem abheben, was ich je getragen und jemals wieder tragen werde. Und was eignet sich da besser als ein bodenlanges Elfenkleid.

tg_20160528_0176

Zersägen eines Baumstammes.

Hier haben wir tatsächlich im Vorfeld ein Veto ausgesprochen. Auch wenn ich diese Tradition wirklich super cool finde. Allerdings fand ich die Vorstellung davon in der Mittagshitze mich körperlich zu betätigen eher weniger cool. Danach hätte ich wohl einmal duschen können, was ja nicht ganz Sinn und Zweck der Übung ist.

Luftballons fliegen lassen.

Wünsche in den Himmel steigen zu lassen ist wirklich eine wunderschöne Geste. Auch wenn ich jeden verstehe, der dies aus Umweltaspekten ablehnt. Trotzdem ist es ein tolles Gefühl die Ballons in den Himmel aufsteigen zu sehen und zu wissen, dass auf den Karten daran Wünsche stehen, ganz persönlich für uns geschrieben. Man darf eben auch egoistisch sein im Leben und muss nicht immer alles so bierernst nehmen.

tg_20160528_0711

Brautentführung.

Finde ich eher nicht so toll, da ich ja gemeinsam mit allen Gästen feiern will, und nicht irgendwo warten muss, dass der Bräutigam mich findet, während sich die Gäste, die nicht involviert sind langweilen.

Vor der Hochzeit getrennt schlafen.

Das wollten wir auch definitiv nicht und das aus einem sehr simplen Grund: Wir hätten beide kein Auge zubekommen. Die Nacht vor der Hochzeit ist so aufregend und man kann eh schon nicht schlafen. Wenn dann der Ruhepol neben einem fehlt ist das wohl ganz vorbei!

Brautstrauß-Wurf.

Finde ich ganz witzig und habe dafür einen extra Strauß anfertigen lassen, da ich meinen Brautstrauß um nichts in der Welt her gegeben hätte. Ein Tipp für euch: Wenn ihr so tiefhängende Kronleuchter wie wir haben, tut euch den Gefallen und werft den Strauß tagsüber und draußen! 😀

TG_20160528_1221sw

Blumen streuen.

Hach, es gibt doch nichts süßeres als ein Blumenmädchen – wir hatten sogar zwei, nämlich die Mama noch dazu. Und gestreute Blumen müssen auch nicht teuer erworben werden. Wir haben einfach am Hochzeitsmorgen Gänseblümchen im Garten gepflückt.

tg_20160528_0435

Über die Schwelle tragen.

Armer André, so oft wie er mich an diesem Tag irgendwo hingeschleppt hat. Aber als faule Braut finde ich diesen Brauch natürlich super!

tg_20160528_0699

Junggesellenabschied.

Mit den Mädels/oder den besten Kumpels nochmal die Sau rauslassen bevor der Ernst des Lebens beginnt? Wir haben uns gedacht, diesen Spaß lassen wir uns nicht entgehen. Für uns war wichtig, und ich kann es jedem empfehlen!, dass wir den JGA am selben Abend haben. Niemand will Zuhause rumsitzen und sich fragen, welche Stripperin/ welcher Stripper gerade an deinem Verlobten rumturnt. Gleiches Recht für alle! Ich war mit meinen Mädels in Hamburg und sie haben mir den absolut wunderschönsten JGA beschert, den ich hätte haben können. ❤ Hamburg war tatsächlich mein Wunsch, zum einen, da ich in unserer Heimatstadt einfach nicht gerne feier, und zum anderen: Hamburg! Muss man da mehr sagen? ❤

titelbild annikas-jga-hh-mai-16-188 annikas-jga-hh-mai-16-125

Man sieht also: Man muss nicht jeden Brauch mitmachen. Sucht euch einfach die aus, die euch am besten gefallen, und falls ihr was gar nicht mögt, sagt es euren Trauzeugen, damit ihr nicht plötzlich von fliegenden Tauben und Baumstämmen überrascht werden.

Fotos: (Außer die vom JGA) Thomas Goebert (Ein Post nur über unseren Fotografen folgt natürlich auch noch! :3)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s