DIY inkl. Papeterie. #weddingstuff

Teil 8 meiner Reihe #weddingstuff.❤ Heiraten ist spannend. Immer. Denn in den meisten Fällen tun wir es zum ersten und auch einzigen Mal. Dieser besondere Tag wird monatelang bis ins kleinste Detail geplant. Dabei gibt es so viele Komponente, die mit hinein spielen, dass der Tag perfekt wird. Meine Erfahrungen möchte ich gerne mit zukünftigen Bräuten (und anderen Interessierten) teilen.

Heute: DIY.

Sobald es an die Hochzeitsplanung geht und ihr ein bisschen bei Pinterest stöbert oder in Brautforen lest, werdet ihr mit einem riesigen Thema konfrontiert: DIY (Do it yourself; mach es selbst). Da wird gebastelt, ausgeschnitten, geklebt und gemalt bis die Finger wund sind. Teilweise habe ich gar nicht mehr das Gefühl, dass die zukünftigen Bräute noch Zeit für irgendetwas anderes haben. Wenn man gerne bastelt und dafür die Motivation, Lust und Zeit hat: tut es! Es ist super schön, der Hochzeit dadurch einen ganz persönlichen Faktor geben zu können. Aber lasst euch bloß kein schlechtes Gewissen machen, weil ihr nicht viel selbst bastelt (oder vielleicht sogar gar nicht).

Ich habe für mich einen Mittelweg gefunden, weil ich gerne bastel und kreativ bin, aber mir nicht zu viel Stress antun wollte. Nun stelle ich euch einfach mal die Dinge vor, die wir selbst gebastelt haben:

Deko.

Unsere Deko war insgesamt ja recht schlicht gehalten, und neben einigen gekauften Elemente, wie Buchstabenbanner mit „Just Married“ und den wunderschönen Blumen in Vasen und dazu passenden Windlichtern mit Kerzen drin. (Zu sehen im Abschnitt Blumen, hier: Brautstyling, Ringe, Blumen,) haben wir einiges selbst gemacht. So haben wir in hellblauen Bilderrahmen die Sitzordnung vorgestellt und diese an den einzelnen Tischen wieder aufgegriffen. Außerdem wurden beispielsweise das Buffet mit einem solchen Bilderrahmen bestückt. Für uns musste das ganze nicht professionell aussehen, man durfte ruhig sehen, dass wir das selbstgemacht haben. Das hat schließlich generell die Atmosphäre auf der Hochzeit ausgemacht.

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Foto: Thomas Göbert, Zensur: Ich. 😀

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Foto: Thomas Göbert

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Foto: Thomas Göbert

Papeterie: Save-the-Date, Einladung, Dankeskarten.

Wir haben die Karten alle selbst gestaltet – uns war auch hier Individualität wichtiger, als dass es fancy ist. Außerdem lässt sich so auch echt einiges an Geld sparen. Das ist zwar nicht der Hauptgrund fürs selbst machen gewesen – eher mein Faible für Bearbeitungen von Bildern mit Texten – doch war trotzdem ein netter Nebeneffekt. Ich spare mir hier jetzt zu erklären, was was ist, und welche Infos wichtig sind, da die nachfolgenden Bilder für sich sprechen. Unsere Einladung war jedenfalls sehr ausführlich, damit später niemand sagen kann, er habe dieses oder jenes nicht gewusst. 😀

Nehmt es mir nicht übel, dass ich hier nicht die Einladung etc abfotografiert habe, aber bei uns herrscht noch ein wenig Umzugschaos und der Hochzeitskarton steht gut verstaut und verstaubt auf dem Dachboden. Aber dafür habe ich euch Collagen der ganzen Karten, die wir so erstellt haben, gebastelt. Bestellt habe wir die Karten dann bei Saal-Digital – dort haben wir nämlich bisher nur tolle Erfahrungen gesammelt. Die Save-The-Date-Karte war eine einfach Postkarte, die Einladung so eine dreifach gefaltete, und die Dankeskarte eine zum einmal aufklappen.

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Namensschilder & Gastgeschenk.

Wir haben für die Namensschilder an den Plätzen kleine Holzscheiben mit goldenem Stift beschriftet. Als Gastgeschenke gab es die klassischen 5 Mandeln, welche für Gesundheit, Wohlstand,Glück, Fruchtbarkeit und langes Leben stehen.

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Foto: Thomas Göbert

Gästebuch. (Globus und Flaschenpost)

Wir haben wirklich lange überlegt, was wir als Gästebuch nehmen. Ich bin einfach kein Fan von klassischen Büchern, in die Leute etwas reinschreiben können. Denn irgendjemand vergisst sowas immer, und ich würde mich bis an mein Lebensende fragen, ob die Person es wirklich vergessen hat oder einfach keine Lust hatte. Außerdem fühlt man sich als Gast manchmal unter Druck gesetzt, hat doch derjenige auf der Seite vor dir ein eigenes Gedicht für das Brautpaar verfasst und hat doch diese und jene Cousine eine schönere Handschrift. Dazu kommt: Wie oft nimmt man als Brautpaar nach der Hochzeit dieses Buch wirklich nochmal in die Hand und liest sich die Einträge durch.

Darum haben wir uns für etwas anderes entschieden: Unsere Gäste konnten auf einem Globus unterschreiben. Wer wollte, konnte uns außerdem eine Nachricht in einer Flaschenpost hinterlassen. Diese wollen wir – so stand es auch dabei – am 1. Hochzeitstag öffnen. Beides ist nicht nur individuell, sondern sieht auch als Deko im Wohnzimmer ganz toll aus.

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Bastelchaos.

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Kartenkoffer.

Eine Idee, die ich ebenfalls von Pinterest hatte, die aber in der Umsetzung nicht so gelang, ist der Kartenkoffer gewesen. Ich dachte mir, dass Karten einfach dort reingelegt werden könnten – so haben sie einen festen Platz. Was man dabei irgendwie nicht bedenkt ist, dass die wenigsten einfach nur eine Karte schenken. Es kommen die wirklich umwerfensten, selbstgebastelten, riesigen Geschenke dort an und selbst der Tisch hat am Ende gerade so ausgereicht. WOW! Der Koffer ist also ganz hübsch anzusehen gewesen und hat unser „Reise“-Thema aufgegriffen, einen Zweck hat er allerdings nicht erfüllt. Aber das macht ja nichts 😛

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Foto: Thomas Göbert

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Keine Fotos gibt es von: Den Notfallkörben im Bad und den Freudentränen. Zwei Dinge, die in Brautgruppen ganz besonders gehyped werden. Von den Notfallkörben im Bad kann ich nicht direkt abraten, kann aber erwähnen, dass wir sie eigentlich fast vollständig wieder mit heimgenommen haben. Unsere Gäste waren – wie die meisten Gäste nunmal – sehr gut selbst mit Haarspray, Deo, Pflaster und sonstigem versorgt. Es sieht zwar in den Toilettenräumen ganz nett aus, man kann es aber durchaus weglassen. Die Freudentränen dagegen wurden verwendet, einfach weil viele geheult haben bei der Trauung. Wir hatten im Standesamt auf den Plätzen kleine Tüten mit einem Taschentuch bereit gelegt, falls jemand eine Träne wegwischen muss. Da unser Fotograf quasi mit mir im Standesamt ankam, saßen auf den Plätzen schon die Gäste, weshalb wir davon kein Foto haben. Wenn man eine Familie/einen Freundeskreis hat, in dem Freudentränen fließen, dann ist es auf jeden Fall eine nette Geste & eure Gäste müssen nicht in ihren Taschen rumwühlen, um eigene Taschentücher zu suchen.

Als Fazit: Viele der Dinge, die man selbst machen kann, sind zwar nett anzusehen, erfüllen aber nicht unbedingt den Zweck, den sie sollen. Ich habe z.B. oft Bilder gesehen von Körben mit Flipflops, für „müde Füße“, falls man die hohen Schuhe nicht mehr tragen kann. Doch ganz ehrlich: Nahezu jede Frau, die in hohen Schuhen auf einer Party ist, hat entweder ein Paar flache Schuhe als Ersatz dabei, oder läuft dann halt barfuß. Grundsätzlich kann ich aber sagen, wenn ihr Zeit und Freude beim Basteln habt, dann macht es ruhig – es wird eurer Hochzeit eine ganz eigene Note verleihen.

FotosThomas Goebert (Ein Post nur über unseren Fotografen folgt natürlich auch noch! :3), alle die nicht beschriftet sind habe ich mit meinem Handy/ meiner Kamera daheim bzw. beim Aufbau gemacht.

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Ein Gedanke zu “DIY inkl. Papeterie. #weddingstuff

  1. Danke für den Erfahrungsbericht und die Anregungen! Wir wollen für die Hochzeit auch viel selbst machen und suchen gerade nach Ideen. Daß einige davon aber unnötig sind, ist ein sehr guter Hinweis. Den Kartenkoffer finde ich übrigens klasse. In unserer Verwandschaft schenken viele (leider) nur Karten und Geld, da werde ich um so etwas auch nicht herumkommen.

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