Essen, Getränke und die Torte. #weddingstuff

Teil 5 meiner Reihe #weddingstuff.❤ Heiraten ist spannend. Immer. Denn in den meisten Fällen tun wir es zum ersten und auch einzigen Mal. Dieser besondere Tag wird monatelang bis ins kleinste Detail geplant. Dabei gibt es so viele Komponente, die mit hinein spielen, dass der Tag perfekt wird. Meine Erfahrungen möchte ich gerne mit zukünftigen Bräuten (und anderen Interessierten) teilen.

Heute: Essen, Getränke und die Torte.

Mein heutiger Beitrag ist vielleicht besonders für die Bräute interessant, die – so wie wir – Essen und Getränke selbst organisieren und weder in einem Restaurant feiern, noch einen Caterer bestellen wollen. Doch fangen wir von vorne an: Als es um die Planung der Hochzeit ging, war uns schnell klar, dass wir natürlich das Essen super wichtig finden, es jedoch echt heftig finden, was für Preise Restaurants pro Gast so nehmen. Selbst mit einem Buffet hätten die Preise für das Essen sämtliche anderen finanziellen Punkte (inklusive Kleid, Fotograf, …) wirklich weit überholt! Dazu kommt, dass wir im Freundes- und Familienkreis einige Leute haben, die einfach nicht „alles“ essen. Ich finde es immer recht schwierig, so viel Geld auszugeben, für etwas, was innerhalb kürzester Zeit in den Bäuchen verschwunden ist. Eine böse Zunge warf mir deswegen sogar vor, ich sei nicht gastfreundlich und geizig.

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Sektempfang beim Standesamt. Da unsere Trauung gegen Mittag war und ich nicht sicher sein konnte, ob unsere Gäste Daheim noch etwas gegessen haben, beschlossen wir einen Sektempfang mit Häppchen vor dem Standesamt zu machen. Hier haben wir aufgrund des hohen Aufwands einen Caterer genommen, den das Standesamt uns empfahl. Es wurden alle satt und konnten so bis Kaffee und Kuchen wieder aushalten. Ich kann nur jedem Brautpaar empfehlen, sich je nach Uhrzeit der Trauung kurz in die Situation der Gäste hinein zu versetzen – ich persönlich finde, es gibt fast nichts schlimmeres als hungrig zu sein.

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Kaffee und Kuchen in der Feierlocation. Nachmittags gab es Kaffee und Kuchen. Wir hatten im Vorfeld in den Einladungen unsere Gäste gebeten, uns beim Bestücken des Buffets zu helfen. Wenn wir auf Geburtstagen sind, dann läuft es bei uns im Freundeskreis ähnlich ab und jeder bringt was mit. So auch hier. Uns war wichtig, dass das Buffet nicht fancy ist, sondern essbar. Wir wollten, dass dort Gerichte stehen, die jeder mag und wo jeder etwas findet. Wir sind unendlich dankbar, dass uns unsere Familie und Freunde so wahnsinnig toll unterstützt haben und gebacken und gekocht haben, was das Zeug hält. ❤ Das war für uns ein wahnsinniges Geschenk und hat zur persönlichen Note der Hochzeit beigetragen. Ein riesiges Dankeschön vor allem an diejenigen (meine Mama, meine Schwiegermama, meine Tanten und sicherlich noch andere, von dem ich das Rumgewusel nicht mitbekam), die das Buffet gedeckt und auch wieder abgeräumt haben und uns an diesem Tag so doll geholfen haben!

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Die Hochzeitstorte. Da wir Naschkatzen sind, war die Torte für uns an diesem Tag natürlich auch einfach super wichtig. Dazu kam für mich, dass ich eine Torte haben wollte, die (fast!) niemanden ausschließt, sie essen zu können. Nicht nur ich ernähre mich vegan, sondern auch einige unserer Gäste und so gab es eine dreistöckige, vegane Hochzeitstorte, die niemand geringeres als meine liebe Freundin Elly gebacken hat. ❤ Als ich Elly fragte, ob sie sich zutrauen würde, an diesem Tag eine Torte zu backen, war ich so aufgeregt, was sie sagen würde. Elly backt einfach die weltbesten Cupcakes und ist so kreativ dabei, dass ich einfach sicher war, dass eine Torte von ihr nur wunderbar werden kann. So wurde es natürlich auch! Die Torte war mindestens genauso lecker, wie sie aussieht und einige Gäste haben echt nochmal nachgefragt, ob sie wirklich vegan ist und Elly sie alleine gemacht hat. WOW. Meine Liebe, ich kann mich einfach gar nicht genug bedanken. Dir ist da wirklich ein Meisterwerk gelungen und du hast dich und meine Erwartungen übertroffen! ❤ (Schichten: oben: Mousse au Chocolate; mittig: beerige Sahnecreme; unten: Oreo-Cake)

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Candybar. Ich hatte zusätzlich noch Süßigkeiten für eine Candybar besorgt. Auch wenn ich farblich abgestimmte Candybars super schön finde, so haben sich bei uns letztlich doch einige farbliche Ausrutscher breit gemacht, weil Geschmack dann doch über das Aussehen ging. Meine Freundin Mirja hatte außerdem super leckere Kekse gebacken und sie in wunderschönen Gläsern von ihrer Hochzeit mitgebracht – das hat mir super viel bedeutet. Ich möchte hier jetzt gar keine Anleitung für eine Candybar geben denn eigentlich erklärt es sich von selbst: kauft euch schöne Gläser, Süßigkeiten, eventuell Schilder, um alles zu beschriften und kleine Zangen und Schäufelchen. Wir hatten außerdem noch Tüten zurecht gelegt, damit die Gäste sich die Süßigkeiten mit Heim nehmen konnten. Trotzdem haben wir noch die Flitterwochen über die Reste essen können.

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Foto gemacht von Elly

Grundsätzlich. Wir hatten übrigens sowohl beim Kuchenbuffet, als auch beim Abendbrot an allen Gerichten Schilder stehen, wo drauf stand, was es ist- Außerdem war mit Punkten markiert, ob es vegan oder vegetarisch ist. Dadurch konnten alle Gäste direkt sehen, was sie sich nehmen. 🙂 Bei uns war eine solche Aufteilung für mich selbstverständlich, da wir wirklich aus jeder Sparte Leute dabei hatten. Doch ich würde es auch jedem Brautpaar empfehlen, vorher einmal bei den Gästen nachzuforschen, ob sich jemand in irgendeiner Form anders ernährt. Eine meiner Freundinnen isst beispielsweise glutenfrei und so haben wir für sie seperates Brot besorgt.

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Abends gab es Pizza. Tja, auch schon unsere Save-The-Date-Karte hatte es mit einem gedruckten Pizzaherz angekündigt. André und ich lieben Pizza, die meisten unserer Gäste lieben Pizza, warum sollte man also den schönsten Tag nicht noch schöner machen, indem man auch das Lieblingsessen serviert. Also bestellten wir verschiedene Pizzen und bekamen sogar zwei kleine Pizzaherzen dazugeliefert. Außerdem kümmerten wir uns um frisches Brot vom Bäcker, welches mein Papa morgens noch abholte (zufällig lag der Bäcker neben dem Floristen – danke für die Fahrerei am frühen Morgen!) und unsere Mamas hatten super viele Salate vorbereitet. Auch hier haben uns unsere Gäste uns mit ihren vielfältigen Gerichten vom Hocker gehauen. Ich würde behaupten, dass unser Plan aufging und wirklich jeder satt wurde.Ich bin unendlich dankbar dafür, wie viel Energie jeder in diesen Tag steckte.

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Getränke. Wir haben wirklich super intensiv hin und her gerechnet, wie viele Getränke wir benötigen und ob es sich lohnt, sie auf Komission zu kaufen. Letztlich haben wir aber alle Getränke „normal“ eingekauft und hatten danach den Vorteil drei Monate nach der Hochzeit keine eigenen mehr kaufen zu müssen. 😀 Wirklich! Um herauszufinden, wie viel ihr von allem braucht, könnt ihr euch im Getränkemarkt beraten lassen oder einfach mal durchrechnen, wie viel eine Person im Durchschnitt wohl trinkt. Wichtig war uns eine gute Mischung aus Wasser, Softgetränken, Säften und Bier und hartem Schnaps zu haben. Wir kennen das Trinkverhalten unserer Gäste und konnten so gut einkaufen. Der harte Alkohol wurde allerdings erst gegen 22/23 Uhr mit einer Runde Tequila-Shots eröffnet, damit bis dahin niemand schon betrunken ist. Man möchte sich schließlich an eine Hochzeit erinnern. Außerdem mussten wir am nächsten Morgen früh aufstehen, um die Location aufzuräumen. Ich hatte eigentlich gehofft, dass ich hier ganz konkret sagen kann: rechnet mit so und so vielen Getränken pro Person. Doch ich kann euch nur empfehlen, einfach einmal aufzuschreiben, wer denn z.B. Alkohol trinkt und wer nicht, und dann mal zu überlegen, welche Maximalmengen denn realistisch sind. Seid ihr unsicher, dann kauft ruhig auf Komission. Uns war es zu teuer, denn man hätte hier pro zurückgegeben Kasten draufzahlen müssen. Und Getränke gehen halt auch daheim einfach immer weg!

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Eigentlich kann ich abschließend bloß sagen: Macht es so, wie es sich für euch richtig anfühlt. Wir haben viele Komplimente bekommen, dass das Buffet so toll und vielfältig war und ich fand es sehr schön, das Kompliment quasi direkt an die Gäste zurück geben zu können. Eine Hochzeit soll in meinen Augen keine steife Pflichtveranstaltung sein, sondern ein Zusammenkommen von Menschen, die gemeinsam einen tollen Tag haben wollen. Natürlich ist es schon wichtig, dass genügend Essen und Getränke da sind und alle zufrieden sind. Doch ich denke, ich hätte die falschen Leute eingeladen, wenn auch nur einer davon gesagt hätte, ihm wäre Essen von einem „richtigen“ Koch lieber gewesen.

Jetzt interessiert mich natürlich trotzdem: Was ich euch bei eurer eigenes Hochzeit wichtig oder bei einer, wo ihr eingeladen seid? Wo legt ihr euren Fokus?

 

FotosThomas Goebert (Ein Post nur über unseren Fotografen folgt natürlich auch noch! :3)

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