Vorletztes Wochenende war ich mit meinem Mann, dem Hund und einem Freund auf Rømø. Wieso ich wieder einmal gemerkt habe, dass das Meer die beste Energiequelle ist, ich meinen Hund echt verdammt lieb habe und ich jedem, der Stress hat empfehlen kann, einfach mal rauszufahren – darum geht es heute.

Durch Umstände, auf die ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen möchte, weil sie sehr traurig sind, haben Jamie und ich uns sehr spontan bei Andrés „Männerwochenende“ eingeklinkt. Zugegebenermaßen kam mir ein bisschen Ablenkung und Luftwechsel auch sehr gelegen. Also schon ich die Sorge darüber beiseite, dass Jamie sich in fremden Umgebungen immer etwas gaga benimmt und packte meine Sachen ein und Hundenapf, -decke, -leckerlies, -leinen und zehntausend weitere Dinge, die man braucht, wenn man für einige Nächte mit dem Hund wegfährt. Auf Rømø war ich noch nie, ein bisschen Spannung war also auch dabei, als wir in Dänemark nicht wie gewohnt Richtung Blavand fuhren, sondern frühzeitig links abbogen.

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Den Elbtunnel haben wir natürlich trotzdem durchqueren müssen. Erwähnte ich, dass ich kein Tunnel-Fan bin?

 

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In Dänemark begrüßte uns mein heißgeliebtes Seewetter. Irgendwie ist dort Regen nur halb so schlimm.
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Besonders cool war, dass man auf dem Hinweg quasi über das Meer fährt!

Nachdem wir ankamen, machten wir einen kleinen Ausflug zum Hafen. Jamie war so aufgeregt und zog und zerrte, was das Zeug hielt. Auf dem Rückweg fand er im Gebüsch auch noch eine Krabbe. Entspannung sieht anders aus. Trotzdem: Auch wenn das Außenstehende sicherlich anders interpretieren würden, so hat Jamie sich ganz toll weiterentwickelt und für seine Verhältnisse gut benommen. Auch im Haus war er ruhiger, als erwartet. Auch wenn das hier trotzdem heißt, dass er erst geschlafen hat, als wir uns ins Bett legten. André, ich und Jamie, der im Himmel war, weil er daheim nicht im Bett schlafen darf. Seine Dankbarkeit drückte er am nächsten Morgen mit Ausschlafen aus. Bester Hund!

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Windig am Hafen.
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Aufregung pur für Jamie. 😀
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Vor dem Supermarkt halten, während André und Chris einkaufen sind.
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Warten pt. 2.

Freitagmorgen wurden wir gegen humane 8 Uhr von Jamie geweckt und wir ließen Chris ausschlafen und gingen zu dritt zum Strand. Jamie war bei dem Spaziergang wie ausgewechselt. Kein Ziehen und Zerren. Er benahm sich einfach wie ein bald 5jähriger Hund. Das war ein so schönes Gefühl und dieser 1,5 stündige Morgenspaziergang war DER Moment in den paar Tagen, in denen ich zu hundert Prozent Energietanken konnte. Der Weg zum Meer war super schön. Wir kamen an Pferdeweiden vorbei und an einem riesigen Feld. Der Strand selbst war nicht so schön, wie z.B. in Dänemark, aber wir hatten unsere Ruhe, es gab Sand und Meer. Man konnte sogar bis nach Sylt gucken. Jamie fetzte von links nach rechts. Die Schleppleine war auch nur dran, weil ich den dänischen Hundegesetzen nicht zu hundert Prozent traue. So konnte Jamie sich frei bewegen und ich hatte zur Sicherheit die Leine dran. Zu Jamies Sicherheit versteht sich, denn wir mussten regelmäßig drüber hüpfen, während er seine Runden um uns drehte. Jamie so ausgelassen mit André toben zu sehen war wunderschön. Danach sind wir noch ein gutes Stück durch die Dünen gegangen und dort hat André ganz tolle Fotos von Jamie gemacht. Ein paar davon hat er auch schon bearbeitet – den Rest würde ich eventuell später in dem Beitrag nochmal ergänzen.

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Nachdem er die Möwen aufgeschreckt hat.
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Herrchen umrunden. Was ich ganz toll finde: Er springt André nicht an, sondern hüpft neben ihm in die Luft.
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Schnüffeln!
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Fledermausohren-Hund. (www.andreruske.de)
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Den Wind riechen. (www.andreruske.de)
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Neues Lieblingsbild. (www.andreruske.de)

Die Meerluft hat unendlich gut getan. Mit dem Hund andere Wege laufen, kaum auf Menschen treffen und wenn man welche sieht, sind diese ebenso auf Entspannung aus. Den Regen riechen, die Seeluft riechen. All das hat wirklich viel Energie gegeben, auch wenn diese nun fast schon wieder aufgebraucht ist. Ich möchte wirklich jedem ans Herz legen: Wenn euch die Decke auf den Kopf fällt, fahrt weg! Ein paar Tage, oder gar ein paar Stunden reichen vollkommen aus, um den Energievorrat aufzustocken! Und nun kommen noch ein paar abschließende Fotos:

 

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Das obligatorische Spiegelselfie.
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„Strandpromenaden“
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Modelhund. 😀
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Etwas weiter hinten auf der Insel regnet es. Keine 15 Minuten später war der Regen inklusive fettem Gewitter bei uns.
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Naturschutzgebiet.
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Selbstauslöser mit Hund. 😀
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Und da zog das Gewitter dann wieder weg.
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Unser Ferienhaus, das Auto und der Hund.
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pt. 2.
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2x wurde ausgelotet, wer die Weltherrschaft übernehmen wird.
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Auf der Heimfahrt war das Wetter ähnlich wie bei der Ankunft.
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Die Stadt, in der uns kleine Schulkinder in Sicherheitswesten zugewinkt haben. So süß!

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3 Comments

  1. Kurztrips sind einfach die allerbeste Energiequelle!! In zwei Wochen fahr ich mit meiner Liebsten ein langes Wochenende ins Piemont 😀! Dein Post war eine schöne Morgenlektüre und die Bilder bringen die Stimmung richtig gut rüber. Und Dein Lieblingsbild/Titelbild ist echt toll. Im richtigen Augenblick abgedrückt. Auch wenn es wichtig ist diese Momente im Herzen zu behalten ist es doch schön, eine bildliche Erinnerung zu haben. Bei uns läuft immer ein Screensaver mit solchen Erinnerungen aus dem Familienleben, und so oft sagt einer von uns „Schau mal…weißt du noch?“…

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