Teil 4 meiner Reihe #weddingstuff.❤ Heiraten ist spannend. Immer. Denn in den meisten Fällen tun wir es zum ersten und auch einzigen Mal. Dieser besondere Tag wird monatelang bis ins kleinste Detail geplant. Dabei gibt es so viele Komponente, die mit hinein spielen, dass der Tag perfekt wird. Meine Erfahrungen möchte ich gerne mit zukünftigen Bräuten (und anderen Interessierten) teilen.

Heute: Die Musik.

Nachdem die #weddingstuff – Reihe stressbedingt eine kurze Pause eingelegt hat, werde ich euch heute ein bisschen was darüber erzählen, welche Rolle die Komponente Musik auf unserer Hochzeit gespielt hat, was wir genau so wieder machen würden und was nicht. Im Grunde lässt sich die Musik in 3-4 Teilbereiche gliedern: 1. die musikalische Begleitung im Standesamt, 2. die Musik bei Kaffee und Kuchen, 3. DJs – Musik für die Party am Abend und dazu gehörend 4. Musik für den Hochzeitstanz.

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Als wir anfingen, uns darüber Gedanken zu machen, welche Musik wir während der Trauung gerne hören wollen, hatten wir recht schnell bestimmte Lieder im Kopf. Ich denke, dass jedes Paar diese Lieder hat, die einen an schöne Momente erinnern, oder an Lieblingsfilmsequenzen oder ähnliches. Unsere Planung schritt voran, und irgendwie verstärkte sich immer mehr der Wunsch nach Live-Musik während der Trauung. Eines unserer Wunschlieder war von dem Singer-Songwriter William Fitzsimmons und genau dieses Konzept vom Singing-Songwriting gefällt uns einfach sehr gut. Nur leider ist es auch so: ich würde niemals einen Live-Musiker auf „gut Glück“ buchen – wer weiß, ob einem das dann auch wirklich gefällt. Wie der Zufall es will, gibt es Timo. Timo Pankau kenne ich seit etwa der 9./10. Klasse in der Schule. Damals saßen wir zusammen mit einer lieben Freundin in meinem Zimmer rum und haben Punkrock gehört. Niemals hätte ich gedacht, dass Timo mal auf meiner Hochzeit Musik machen würde. Das Glück ist auf unserer Seite gewesen, da Timo eigentlich in den letzten Jahren – zumindest was man bei Facebook und Co so mitbekommt – mehr in Australien als Deutschland ist. Trotzdem habe ich ihn einfach mal gefragt, ob er zufällig zum Zeitpunkt unserer Hochzeit in Braunschweig ist und mit seinem „Ja“ war unsere musikalische Begleitung dann auch gebucht. Im Beitrag zu den Emotionen habe ich bereits davon erzählt, dass ich ziemlich sicher bin, dass die meisten Gäste ohne seine gefühlvolle Musik ihre Tränen zeitweise hätten zurückhalten können. Besonders schön war, dass Timo auch beim anschließenden Sektempfang noch spielte und die emotionale Stimmung von drinnen so wieder aufgegriffen wurde. André und ich haben es anschließend fast ein bisschen bereut, ihn nicht einfach den ganzen Tag gebucht zu haben. ;D

Ich kann also wirklich jedem Brautpaar empfehlen: Baut Musik bei der Zeremonie ein. Und wenn es euch möglich ist, engagiert jemanden, der gefühlvoll singen kann! Wir hatten ein Lied als ich mit meinem Papa reinkam, eins beim Ringwechsel und eins beim Auszug. Es war einfach perfekt, um diese Momente zu unterstreichen.

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Nun habe ich sehr viel über die Zeremonie geschrieben. Dies ist ja auch das Wichtigste bei einer Hochzeit. Trotzdem sollen auch die anderen Punkte noch ein paar Zeilen Platz finden. Bei Kaffee und Kuchen hätte ich rückblickend betrachtet auch gerne noch Timo angehört. Wir hatten uns jedoch dazu entschieden, einfach für eine kleine Anlage ein bisschen Frank Sinatra und 50 Cent abzuspielen – ja genau in der Kombi. 😀 Wir sind aber sowieso etwas unkonventioneller. Grundsätzlich fand ich die Hintergrundmusik beim Kaffee und Kuchen aber auch wirklich wichtig, einfach weil es die schmatzende Stille etwas überdeckt. Je nach Größe eures Saals kann ich auch eine simple Anlage von Zuhause empfehlen. (Vor allem wenn ich einfach zu dem Zeitpunkt noch keine DJs anwesend haben wollt.)

Lange habe ich überlegt, was ich zu unseren DJs schreiben soll. Sie werden hier namentlich nicht erwähnt – aus dem einfachen Grund, dass wir sie definitiv nicht weiterempfehlen können. Inzwischen sind 4,5 Monate vergangen, doch JEDER aus Freundeskreis und Familie kann bestätigen, dass ich lange Zeit Wutanfälle bekommen habe, wenn das Gespräch auf die DJs fiel. Darum habe ich auch gedacht, ich würde in diesem Post jetzt einmal komplett lästern und die Wut rauslassen. Doch nach fast 5 Monaten ist die Wut kleiner geworden und ich kann euch einfach nur ein paar Tipps mit auf den Weg geben: 1. Trefft euch vorher mit eurem DJ. Egal wie beschäftigt diese offenbar sind. Lernt sie persönlich kennen. Denn auch, wenn sie als Person ja nicht unbedingt präsent sind: man sieht sie einfach den ganzen Abend über und wenn man sich unsympathisch ist, ist das nicht sehr schön. Ein professionelles Auftreten im Internet und viele gute Bewertungen müssen nicht zwangsweise bedeuten, dass das der Wahrheit entspricht. 2. Besprecht wirklich bis ins kleinste Detail, welche Musik ihr auf der Hochzeit hören wollt. Spätestens hier werdet ihr bemerken, ob euer DJ sich als Dienstleister sieht, der EUREN besonderen Tag begleiten will, oder als Möchtegern-Künstler mit Egoschiene. 3. Vermutlich wird der DJ auch das Lied/ die Lieder für den Hochzeitstanz abspielen. Gebt ihm die Dateien selbst, damit es auch wirklich die Lieder sind, mit denen ihr das Tanzen geübt habt. Und selbst dann: Kontrolliert vor Ort die Songs oder lasst sie von Freunden/Trauzeugen kontrollieren. Ich könnte bestimmt zig Punkte aufzählen, die mich an unserem DJ gestört haben, doch ich werde nur diese eine Geschichte erzählen: Wir hatten zwei Lieder beim Hochzeitstanz: Beim ersten Lied lief alles toll, beim zweiten Lied kam jedoch nach ein paar Takten eine andere Tonspur dazu, die aus dem wunderschönen „Love and Marriage“ von Frank Sinatra, auf das wir einen Chachacha tanzen wollten, ein untanzbares Gewirr aus Rhytmen machte. Aber hey, man spielt gerne Bridezilla und brüllt über die Tanzfläche, dass sie das richtige Lied spielen sollen und den Scheiß ausmachen. // Trotzdem hatten die meisten Gäste anschließend viel Spaß auf der Tanzfläche – und daraus schließe ich wieder einmal eine wichtige Schlussfolgerung: Deine Gäste wissen nicht, was du geplant hast. In dem Fall: Niemand wusste, welche Musikwünsche wir zuvor eigentlich abgegeben hatten. Und apropro Musikwunsch. 4. Kläre mit dem DJ ab, dass Gäste Musikwünsche äußern dürfen und diese dann auch definitiv gespielt werden. Klingt super bescheuert, aber die Wünsche unserer Gäste wurden teils wie in der Disco nach einer halben Stunde noch nicht gespielt, mit dem Argument, dass es „gerade nicht passen würde“. Und ja, wir haben in der Küche gestanden und Entführungspläne geschmiedet! Auch wenn es natürlich keine schöne Erfahrung war, gehört auch das zu unserer Hochzeit und inzwischen kann ich darüber lachen.

Bei der Musik des Hochzeitstanzes haben wir uns auch wieder für zwei Herzlieder entschieden. Auch hier kann ich nur sagen: Nehmt Lieder, die euch etwas bedeuten. Nur weil etwas schön klingt oder vielleicht „tanzbar“ ist, heißt das nicht, dass bei euch Gefühle aufkommen werden. Die Lieder unseres Tanzes waren wie oben erwähnt Frank Sinatras „Love and Marriage“ (und zwar wegen der Fernsehserie „Eine schrecklich nette Familie“) und Bring me the horizons „Follow You“. ❤

Hoffentlich verzeiht ihr mir den langen Beitrag, aber zu dem Thema gibt es auch wirklich so viel zu berichten. Bei Fragen stehe ich euch natürlich gerne zur Verfügung. 🙂

 

Musiker Timo Pankau: www.timopankau.com und Timo bei Facebook Schaut und vorallem hört UNBEDINGT bei ihm vorbei!

FotosThomas Goebert (Ein Post nur über unseren Fotografen folgt natürlich auch noch! :3)

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