5/366.

Der Schnee knirscht lautlos unter meinen Schuhsohlen. Wie sich das anhört, probiert euch mal vorzustellen. Draußen ist es eiskalt, doch der Schnee strahlt so viel Wärme aus. Wie kann das sein? Der Spaziergang ist stressig und entspannend zugleich. Der Winter zeigt sich paradox von allen Seiten. Ich versinke im Pulverschnee, der so hoch gefallen ist, dass er den Herbst verdeckt, der bis vor Kurzem noch den Park regierte. Man sieht nichts mehr: kein Laub, keine Äste. Alles ist weiß, weiß, weiß. Ich bin geblendet. Geblendet vom strahlend weißen Schnee, dass nicht mal Perwoll so hinbekommen hätte. Geblendet davon, wie schade es doch nicht, dass der Schnee nicht zwei Wochen früher kam. Und auch ein wenig geblendet von dem Glück, was sich in mir ausbreitet, während mein Hund Jamie durch den Schnee tollt und ich hektisch hinterher hechte.

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