Durch den Regen tanzen?!

Wieder mal war ich mit meinem liebsten Fotografen und seiner Kamera unterwegs. Es hat genieselt, der Himmel war grau – doch das hat uns nicht davon abhalten können trotzdem raus zu gehen und mir hat es direkt eine Idee für einen Text zu den Fotos gegeben. Seht selbst:

Im Leben kommt an immer und immer wieder an einen Punkt, an dem man Dinge tun muss, auf die man eigentlich keine Lust hat. Den Haushalt schmeißen, für die Uni lernen, zur Arbeit gehen, Verantwortung tragen. Es gibt immer diese Momente, in denen man für eine Sekunde gerne nicht erwachsen wäre und einfach nur sagen darf: „Ich will das aber nicht…“ Natürlich könnten wir dies tun. Es einfach nicht machen – doch wohin führt das? Es gibt wohl immer Unannehmlichkeiten, die sich wie kalter Regen anfühlen. Doch letztlich muss man da durch. Den Regenschirm aufspannen oder die Arschbacken zusammenkneifen und auf die Sonne warten. Manchmal kommt sie nach wenigen Minuten oder Stunden wieder und manchmal warten wir Tage darauf, doch eins ist sicher: Sie kommt wieder – und mit diesem Gedanken sollten wir durch den Regen laufen.
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Was nützt es uns zu sagen „Boaaah, ich hab da jetzt keine Lust drauf.“ Wir beschweren uns Stunden um Stunden und in dieser Zeit hätten wir genau das, was uns so einen Kummer bereitet, schon längst erledigen können. Ich bin die Queen in „Sachen aufschieben“. Bei mir fängt der Wille fleißig zu lernen erst an, wenn die Panik zu versagen auftaucht. Der Haushalt wird dann geschmissen, wenn mich die Unordnung anfängt zu stören, und richtig arbeiten gehe ich nach dem Studium, eins nach dem anderen. Ich bewundere die Leute, die ihr Leben immer auf die Reihe kriegen und nie aus der Bahn rutschen. Wie machen die das?

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Ich vermute ja, sie tanzen im Regen. Sie lassen sich nicht runter ziehen, sondern springen mit Anlauf in die Pfütze. Und es macht ihnen vermutlich sogar Spaß. Ab und zu springe ich auch gerne in Pfützen. Letzten Freitag zum Beispiel mit meinem Hund auf der Freilaufwiese. Kurz danach war er krank. Warum zieht „durch den Regen tanzen“ manchmal ein riesiges Gewitter nach sich?

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Wahrscheinlich ist es einfach nur die Perspektive. Wenn man erstmal anfängt die Dinge negativ zu betrachten, dann sind sie es auch. Meine Mama sagt es mir immer wieder und sie hat soooo Recht. Warum fällt es mir trotzdem schwer etwas an meiner Einstellung zu ändern? Einfach mal im Hier und Jetzt zu leben und nicht immer mit dem Kopf in der Zukunft zu stecken. Oder in der „Was wäre wenn“ – Vergangenheit. Was wäre wenn ich meine mündliche Prüfung wie geplant letzten Monat durchgezogen hätte. Tja, dann hätte ich jetzt weniger Stress. Oder vielleicht hätte ich einfach nur anderen Stress? Ich weiß es nicht, und darüber zu grübeln ändert nichts an der Tatsache, dass ich gerade nicht bei WordPress sein und diese Zeilen tippen dürfte, sondern eigentlich vor meinen Lernzetteln sitzen müsste. Aber dann könnte ich ja weder meine Gedanken, noch die Fotografien mit euch teilen – und das wäre doch schade.

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Fotos alle von André Ruske // A+ Photography (https://500px.com/andreruske und https://www.facebook.com/aPlusPhoto)

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