Gedankenspiele.

 

Mein Kopf platzt immer, wenn ich versuche mir vorzustellen, was wäre wenn hier in diesem Land Krieg ausbrechen würde. Wenn man versuchen würde in Sicherheit zu kommen. Was würde man mitnehmen? Was zurück lassen? Eine Entscheidung, von der ich hoffe, sie niemals treffen zu müssen.

Ich versuche mir vorzustellen, welche Gefahren man durch macht, bevor man endlich in Sicherheit ist. Ohne währenddessen von der Sicherheit zu wissen. Nur von der Hoffnung zu leben, dass sie da sein muss.

Und dann ist man schließlich physisch in Sicherheit –  vorausgesetzt niemand zündet dein neues Heim an. Man wird misstrauisch beäugt, man weiß: Eventuell darf ich hier nicht für immer bleiben.

Dazu kommt, dass man nicht verstanden wird. Die Trauer jede Sekunde, um jede Person, die man verloren hat. Die Ungewissheit, wo der Rest deiner Familie ist. Ich zerbreche bei diesen Gedankenspielen, doch sie sind so wichtig, denn nur durch unser Vorstellungsvermögen können wir es schaffen, Empathie aufzubauen.

Verlieren wir unsere Vorstellungskraft, verlieren wir die Menschlichkeit.

 

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