Vor einigen Wochen habe ich meine sieben Sachen und meine beste Freundin eingepackt und bin nach Hannover zur wundervollen Fotografin Britta Beutnagel gefahren. (Okay, zugegeben, Nathalie ist gefahren, ich bin eine bessere Beifahrerin.) Sie hatte mich im Vorfeld angeschrieben, ob wir mal zusammen shooten wollen und da ich ihre Bilder sofort richtig toll fand, habe ich natürlich voller Vorfreude zugesagt. Das Shooting war ganz wunderbar und ich kann euch nur empfehlen auch alle anderen Bilder von ihr mal anzuschauen: https://www.flickr.com/photos/britta-beutnagel/

Hier kommen nun die Bilder, wie gewohnt mit Texten untermalt. Ich liebe die Reihe einfach soooo sehr – und besonders ein Bild hat es mir angetan, weil ich dort einen Blick drauf habe, den ich von mir gar nicht kenne. Ich hoffe, dass ich Britta ganz schnell mal wieder sehe und wir wieder zusammen arbeiten können. Es hat einfach riesig viel Spaß gemacht und sie ist ein ganz ganz liebes Mädchen! ❤ Danke dir, für die tollen Fotos und den schönen Tag! Ich hoffe dir gefällt mein Beitrag zu unseren Fotos.


 

Ich hasse Menschen. Ja, das sage ich so heraus. Ich habe mir schon anhören dürfen „Annika, das kannst du so doch nicht sagen.“ Zugegeben, ich hasse ja nicht alle Menschen. Es gibt viele Menschen, die ich liebe, die mir wichtig sind. Doch die Menschheit, die mag ich nicht. Das, was die Menschheit in sich trägt – den Hass, den Neid, die Habgier, die Gewalt – all das hasse ich. Also verallgemeinere ich: Ich hasse Menschen.

Darum ist es eine meiner liebsten Beschäftigungen in Gedankenwelten zu flüchten, durch das Kaninchenloch zu fallen und mir vorzustellen, wie schön die Welt wäre, wenn alle Menschen so wären, wie meine Freunde, meine Familie und die Helden aus den Büchern und Serien. Das ist eine Welt, in der alle Bäume grün sind und nicht vom Sturm zerfallen. Wo der Sommer noch Sommer ist und kein verfrühter Herbst mit kurzen Hitzewellen.

Die Vorstellung, dass man mit reiner Willenkraft ganz wo anders sein kann ist wunderbar. Zum Beispiel im Dschungel. Eine angenehme Wärme, wilde Tiere, die noch Tiere sein dürfen und keine Kunststückchen im Zirkus vorführen müssen. Hier gibt es keinen Grund zu protestieren, wenn die Welt ist perfekt. Nicht aus den Angeln gerissen, sondern völlig innerhalb dieser. Sie dreht sich und dreht sich und man muss nicht jeden Tag Angst haben, dass die Welt immer schlechter wird, sondern es bleibt nur die Vorfreude auf einen neuen Tag. Keine Kriege in Aussicht, nur Frieden.
Annika Schedhelm IV_web

Hoffnungsvoller Blick in jeden Tag. Das ist etwas, was ich aus meinem Traumland mitnehme. Warum sollte sich die Welt so verändern, wie wir es uns wünschen, wenn wir nichts dafür tun?

Annika I_web

Träumen ist trotzdem wichtig. Die guten Träume, aber auch die schlechten. Wenn ich aus einem Alptraum aufwache, dann bin ich ganz verwirrt. Man weiß nicht, was ist nun real. Muss erstmal wach werden. Doch so schlimm wir diese Träume auch empfinden, die sich echt anfühlen und unsere Welt für einige Minuten zerstören können, so wichtig sind sie auch für uns. Sie zeigen uns unsere Ängste, lassen sie uns spüren und bereiten uns dadurch darauf vor, uns ihnen zu stellen. Nicht in unsere Träumen, sondern in der Realität. Kein Traumfänger der Welt beschützt uns vor den Träumen, die wir zum Leben brauchen.

Annika Schwedhelm II_web

Wir müssen auch mal mutig sein, ins kalte Wasser springen und uns sagen: Es wird gut gehen. Denn genau das wird es. Es gibt so einen dämlichen Spruch „Am Ende ist alles gut, und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.“ Voller Optimismus, und eigentlich bin ich das auch. Trotzdem hasse ich diesen Spruch, denn das ist es nicht. Es gibt so viele Menschen, für die nicht immer alles gut ist, nicht immer alles gut werden wird. So einfach ist das Leben leider nicht und wir sollten es zu schätzen wissen, wenn wir zu den wenigen gehören, die täglich Essen haben, ein Dach über dem Kopf und fließendes Wasser. Die sich frei bewegen können, ohne Angst haben zu müssen vor Verfolgung, Abschiebung oder dem Tod. Dann ist alles gut, „Alles ist gut.“ heißt nicht „Alles muss besser werden.“ oder „Alles ist perfekt.“ Ziele haben – schön und gut, aber man sollte auch auf dem Boden bleiben. Leben, so wie das Leben sich bietet, so wie es ist und nicht immer mit dem Kopf in der Zukunft hängen. Zukunftspläne haben ist gesund, dadurch zu vergessen in der Gegenwart zu leben ist es nicht. Schließlich ist es unsere Gegenwart auf der unsere Zukunft aufbaut.

Annika Schwedhelm III_web

Eine gelegentliche Flucht in unsere Fantasien, ein kurzer Sprung in das Kaninchenloch kann uns zeigen, was wir wirklich wollen. Zeigt uns unsere Ängste und unsere Wünsche und hilft uns schließlich dabei, unser Leben so zu gestalten, wie wir es gerne möchten, um glücklich zu sein. Denn das ist das höchste Ziel von allen: Glück.

Annika Schwedhelm V_web

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